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Sie befinden sich hier: Presse. News. 2012. Januar.

Neuer FAO-Generaldirektor da Silva will die Zahl der Unterernährten bis 2015 halbieren

Neuer FAO-Generaldirektor da Silva will die Zahl der Unterernährten bis 2015 halbieren

Wie die FAZ am 04. 01. berichtete, hat der neue Generaldirektor Graziano da Silva, zwei Tage nach seinem Amtsantritt verkündet, den Fokus auf das Erreichen des ersten Millennium-Entwicklungsziels der Vereinten Nationen zu legen und damit anzustreben, die Zahl der Unterernährten bis 2015 zu halbieren.

Dieses Ziel hatte schon sein Vorgänger, Jacques Diouf, 1996 vorgestellt. Dem Ziel ist die FAO aber bis heute nicht näher gekommen; Schätzungen zufolge gibt es 1 Milliarde Unterernährte, bei einer Weltbevölkerung von 7 Milliarden. Da Silva versucht trotzdem Zuversicht zu verbreiten. Aktionen zur Bekämpfung des Hungers müssten stets den einzelnen Orten und lokalen Erfahrungen angepasst werden. Für seine Arbeit will Graziano nun Afrika, vor allem die Länder nördlich der Sahara, in den Mittelpunkt stellen. Der Erfolg hänge davon ab, ob die Bekämpfung von Hunger von den nationalen Regierungen zur obersten Priorität gemacht werde und ob daraus konkrete Handlungen folgten. Die FAO könne dann Unterstützerländer oder private Geber akquirieren, was einzelnen Regierungen nicht möglich sei.

Im Rahmen seiner ersten Pressekonferenz verkündete da Silva weiterhin, dass die FAO ihre Strategien um aktuelle Katastrophenhilfe und die um die langfristige Entwicklung der Ernährungslage zusammenführen werde. Der Arbeit der in Rom ansässigen UN-Organisation fehle bisher die nötige Dezentralisierung. Zudem könne die FAO mit ihrem kleinen Budget nicht alleine die Unterernährung aus der Welt schaffen, ohne dass nationale und örtliche Regierungen, Kirchen oder Gewerkschaften, aber auch die Betroffenen selbst aktiv würden. "Die Erfahrung in Lateinamerika zeigt, dass es viel billiger ist, Hunger zu bekämpfen als nachher Krankheiten oder den Bildungsmangel von Kindern, die wegen Hungers in der Schule nichts lernen", sagte Graziano. Die internationale Gemeinschaft könne mit einer Änderung der Produktions- und Konsumsysteme helfen.

Besonders hervor hob da Silva die Problematik der Menge an Nahrungsmitteln, die wegen mangelhafter lokaler Aufbewahrungsmöglichkeiten bei Langstreckentransporten verderben und der Menge an Lebensmitteln, die von den Konsumenten weggeworfen werde. Ein weiteres Problem für die internationale Landwirtschaft werde auch die Volatilität der Nahrungsmittelpreise bleiben. Die Nahrungsmittelpreise würden zwar sinken, aber nicht auf das Niveau der Vergangenheit.

Da Silva betonte abschließend, dass auch wenn sich die Weltwirtschaft nun langsamer entwickle, damit nicht gesagt sei, dass die Zahl der Hungernden sprunghaft steigen werde.


 
 

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