Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Sie befinden sich hier: Presse. News. 2012. März.

Aigner stellt Studie über Verschwendung von Lebensmitteln in Deutschland vor

Aigner stellt Studie über Verschwendung von Lebensmitteln in Deutschland vor

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hat am Dienstag in Berlin eine aktuelle Studie über Lebensmittelabfälle in Deutschland vorgelegt. Die Untersuchung der Universität Stuttgart kommt zu dem Ergebnis, dass Industrie, Handel, Großverbraucher und Privathaushalte jährlich knapp 11 Millionen Tonnen Lebensmittel als Abfall entsorgen.

Laut Studie entsteht der Großteil dieser Lebensmittelabfälle (61 Prozent) in Privathaushalten, gefolgt von Großverbrauchern wie Gaststätten oder Kantinen sowie der Industrie (jeweils rund 17 Prozent). Von den Privathaushalten werden laut der Studie bundesweit jedes Jahr rund 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt. Im Schnitt wirft jeder Bundesbürger pro Jahr 81,6 Kilogramm weg. 65 Prozent dieser Lebensmittelabfälle wären völlig oder zumindest teilweise vermeidbar. Der Wert der vermeidbaren Lebensmittelabfälle wird pro Kopf auf jährlich 235 Euro geschätzt. Auf Deutschland hochgerechnet sind es bis zu 21,6 Milliarden Euro pro Jahr, die die vermeidbare Verschwendung kostet.


Am häufigsten auf dem Müll landen Gemüse und Obst – sie machen 44 Prozent aller vermeidbaren Lebensmittelabfälle in Privathaushalten aus.



Um die Menge an Lebensmittelverschwendungen einzudämmen, setzt die Ministerin auf verschiedene Aktionen. Zum einen richtet Sie sich mit der Informationskampagne "Zu gut für die Tonne" direkt an die Endverbraucher. Darüber hinaus beabsichtigt das Ministerium, die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherschützer, Vertreter von Kirchen und NGO’s zusammenzubringen um gemeinsame Lösungsansätze zu definieren. Auf EU-Ebene solle sich weiter mit Nachdruck für die Abschaffung aller Vermarktungsnormen und deren staatliche Kontrolle eingesetzt werden. Eine Stärkung der regionalen und direkten Vermarktung sei notwendig, um Lebensmittelverluste, die durch lange Transportwege entstehen, einzudämmen. Auch ein Ausbau der Datenbasis der Lebensmittelwirtschaft und des Handels sei notwendig; ebenso wie die Stärkung der Forschung, insbesondere im Bereich der Landwirtschaft: Um ein vollständiges Bild der Kette vom Acker bis zum Teller zu haben, wird das Bundesagrarministerium den Bereich der Urproduktion untersuchen lassen.

Die verfügbare Kurzversion der Studie finden Sie hier. Die Langfassung der Studie wird am 27. März 2012 in Berlin vorgestellt.

 
 

Mehr Informationen

Unsere Partner

FAO

FAO

Food and Agriculture Organization of the United Nations

fao.org
UNEP

UNEP

United Nations Environment Programme

unep.org
Messe Düsseldorf

Messe Düsseldorf

Messe Düsseldorf - eine der weltweit führenden Export-Plattformen.

messe-duesseldorf.com
Messe Düsseldorf

Messe Düsseldorf

Die globale Leitmesse für die Verpackungsindustrie

interpack.com

Pressereferat interpack 2017

presserefarat