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Sie befinden sich hier: Presse. News. 2012. März.

Handel aktiv gegen Verschwendung von Lebensmitteln

Handel aktiv gegen Verschwendung von Lebensmitteln

Eine aktuelle Studie zeigt: Der Lebensmittelhandel ist nur für einen geringen Teil der weggeworfenen Lebensmittel in Deutschland verantwortlich. Die richtige Verpackung ist dabei ein Schlüssel zum Erfolg.

310.000 Tonnen Lebensmittel entsorgt der deutsche Lebensmittelhandel jedes Jahr. Was zunächst viel klingt, ist wenig im Vergleich zur Gesamtmenge der in Deutschland weggeworfenen Lebensmittel. Die EU schätzt, dass es rund elf Millionen Tonnen jährlich sind. Der Lebensmittelhandel wäre demnach nur für unter drei Prozent aller entsorgten Lebensmittel verantwortlich.

Anteil des Handels an Verschwendung gering
Errechnet hat die Zahlen das EHI Retail Institute, das auch ideeller Träger der Messe EuroCIS in Düsseldorf ist. Vorgestellt wurde die Studie des EHI Mitte März auf dem Food Safety Kongress 2012 in Berlin. „Der Handel steht bei der Debatte um Lebensmittelverschwendung unglaublich im Fokus, obwohl er tatsächlich nur einen sehr geringen Anteil daran hat“, lautete das Resümee von EHI-Forschungsbereichsleiter Frank Horst.

Lebensmittelverschwendung wichtiges Thema für den Handel
In Auftrag gegeben hatte die Studie der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVL). „Für uns war das Thema Nahrungsmittelverschwendung eines der großen Themen der vergangenen Monate“, so BVL-Hauptgeschäftsführer Franz-Martin Rausch auf dem Food Safety Kongress. Auslöser dafür sei vor allem der 2011 erschienene Dokumentarfilm „Taste the Waste“ gewesen. Die im Film für Deutschland genannte Zahl von 20 Millionen Tonnen vernichteter Lebensmittel pro Jahr hätten viele Medien unreflektiert vor allem dem Handel angelastet, kritisierte Rausch.

Die richtige Verpackung hilft
Die EHI-Studie hat deshalb auch untersucht, mit welchen Strategien der Handel seine Lebensmittelverluste bereits reduziert und noch weiter reduzieren kann. Neben optimierten Sortimenten und einem effektiven Warenwirtschaftssystem gehört für EHI-Forscher Horst auch die richtige Verpackung zum Strategiemix. Dabei geht es vor allem um kleinere, bedarfsgerechte Verpackungseinheiten. Ein Anspruch den der deutsche Lebensmittelhandel laut BVL-Hauptgeschäftsführer Rausch bereits erfüllt. „Packungseinheiten sind in Deutschland im Schnitt nicht größer, sondern kleiner geworden“, so Rausch. „Jeder Kunde kann heute bedarfsgerecht einkaufen.“ Außerdem optimiere der Handel laufend seine Sortimente und Warenwirtschaftssysteme, um Verluste möglichst gering zu halten. „Kein Händler möchte hohe Abschriften haben“, erklärte Rausch.

Handel wichtiger Partner der Tafeln
Er betonte auf dem Food Safety Kongress außerdem ausdrücklich, dass nicht alle vom Handel abgeschriebenen Lebensmittel auch tatsächlich entsorgt würden. „Die Tafeln sind in Deutschland bundesweit ein wichtiger Partner für den Lebensmitteleinzelhandel“, so Rausch. Jeden Tag seien deutschlandweit bis zu 5000 Fahrzeuge im Einsatz, um nicht verkaufte Lebensmittel zu den Ausgabestellen der gemeinnützigen Tafelvereine zu bringen, die dann an Bedürftige verteilt würden.

Der Food Safety Kongress wurde zum inzwischen vierten Mal vom Managementforum der Verlagsgruppe Handelsblatt veranstaltet. Die diesjährige Veranstaltung mit Experten und Praktikern aus der Lebensmittelproduktion und dem Lebensmittelhandel stand unter dem Motto „Krisen als Chance für die Lebensmittelbranche“.

 
 

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