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Sie befinden sich hier: Presse. News. 2012. April.

EU-Strategie für Schutz von Lebensmitteln und nachhaltige Produktion

EU-Strategie für Schutz von Lebensmitteln und nachhaltige Produktion

Mit ihrem aktuellen Programm für mehr Ressourceneffizienz setzt die EU-Kommission neue Schwerpunkte: Lebensmittel sollen als „natürliche Ressource“ besser vor Verschwendung geschützt werden. Die Landwirtschaft soll nachhaltiger arbeiten. Und alle Akteure der Nahrungsmittelkette sollen sich für mehr Ressourceneffizienz vernetzen.

89 Millionen Tonnen Lebensmittel wandern in der EU aktuell jedes Jahr in den Müll. Das sind fast 180 Kilogramm pro EU-Bürger. Und laut einer Studie der EU-Kommission wird die Lebensmittelverschwendung bis zum Jahr 2020 noch steigen – um ganze 40 Prozent auf 126 Tonnen pro Jahr. „Das ist aus ökologischer, ökonomischer und ethischer Sicht inakzeptabel“, erklärte bereits im Januar John Dalli, zuständiger EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz. „Wir müssen diesen besorgniserregenden Trend stoppen und umkehren.“

Lebensmittelabfälle bis 2020 halbieren
Deshalb will die Kommission jetzt gegensteuern. Im Rahmen des EU-Programms „Europa 2020“ hat sie eine so genannte Flagship-Initiative für eine nachhaltigere Nahrungsmittelkette gestartet („Environmental Sustainability of the Food Chain“). Im Klartext: Vom Anbau bis zum Teller des Verbrauchers soll Lebensmittelverschwendung auf allen Stufen der Produktionskette minimiert werden. Eine Grundlage für die Initiative ist auch die Studie „Global food losses and food waste“ der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die für den SAVE FOOD-Kongress auf der Interpack 2011 in Düsseldorf erstellt wurde. Die konkreten Ziele der EU sind ambitioniert: Bis zum Jahr 2020 sollen die Lebensmittelabfälle in Europa halbiert werden und die Lebensmittelwirtschaft um 20 Prozent ressourceneffizienter arbeiten.

Mehr Nahrungsmittelbedarf erfordert mehr Effizienz und Nachhaltigkeit
Jetzt lässt die Kommission ihren Worten Taten folgen: Bereits Ende Februar startete sie die eine „Europäische Innovationspartnerschaft“ für den Agrarsektor. Die so genannten Innovationspartnerschaften sind ein neues Konzept der EU-Kommission. Sie sind auf ein bis drei Jahre angelegt und sollen Strategien entwickeln, die dabei helfen, die Ziele der EU-Strategie „Europa 2020“ zu erreichen. Der Hintergrund der Innovationspartnerschaft im Agrarbereich: Während der weltweite Bedarf an Lebensmitteln, Futtermitteln und Biomasse drastisch steigt, steigert die Landwirtschaft nicht im selben Maße ihre Produktivität. Im Gegenteil: Auf 45 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Böden in der EU hat sich der Ertrag in den vergangenen Jahren verschlechtert. Die Landwirtschaft stehe künftig vor der zentralen Frage, „wie sie nicht nur mehr, sondern auch besser produzieren kann“, sagte EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos. „Die Verbindung von bedarfsorientierter Forschung und Innovation sowie eine bessere Verbreitung von Best-Practice-Beispielen sind deshalb unabdingbar“, erklärt Ciolos die Ziele der Innovationspartnerschaft.

FUSIONS: Informieren und vernetzen
Innovative Ideen und Strategien gegen Lebensmittelverschwendung soll das EU-Projekt FUSIONS fördern. Anfang März gab die EU mit vier Millionen Euro Fördergeldern den „Startschuss“, offizieller Projektbeginn ist im Juli 2012. FUSIONS soll alle Stakeholder entlang der Lebensmittelkette miteinander vernetzen und dabei auch NGOs, Verbraucherverbände und die Wissenschaft mit einbeziehen. Auch hier sollen, wie bei der Agrar-Innovationspartnerschaft, gemeinsame Strategien entwickelt werden, die die „Europa 2020“-Ziele unterstützen. Gleichzeitig sollen im Rahmen des Projekts belastbare Daten zum Thema Lebensmittelverschwendung in Europa gesammelt werden – denn gerade daran fehlt es derzeit noch.

Ein weiterer Ansatz der EU für mehr Nachhaltigkeit im Lebensmittelbereich: Die Kommission will mit Hilfe eines Experten-Forums mehr Effizienz entlang der Lebensmittelkette erreichen („Forum for Better Functioning Food Supply Chain“). Am Forum sind Vertreter der EU-Staaten, der Wirtschaft sowie von Verbänden beteiligt. Aus Deutschland nehmen unter anderem die Lidl Stiftung, die METRO AG sowie die Südzucker AG teil. Das Gremium berät die Kommission noch bis Ende 2012.



 
 

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