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Sie befinden sich hier: Presse. News. 2012. Juni.

Ernährungssicherheit heißt: Wasser sparen

Ernährungssicherheit heißt: Wasser sparen

Rund 70 Prozent des weltweit verbrauchten Trinkwassers werden für die Landwirtschaft verwendet. Und 40 Prozent aller weltweit verbrauchten Nahrungsmittel kommen bereits heute von künstlich bewässerten Flächen.

Ein doppeltes Problem: Denn gerade dort, wo die Weltbevölkerung am rasantesten wächst, herrscht schon heute der größte Mangel an sauberem Wasser. Gleichzeitig müsste gerade dort die landwirtschaftliche Produktion ausgeweitet werden – mit dem entsprechenden Wassereinsatz.

Jedes zweite Feld künstlich bewässert
Entsprechend sehen die Prognosen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) aus: Bis zum Jahr 2025 wird in den westlichen Industrienationen der Wasserverbrauch um 18 Prozent steigen – in den Entwicklungsländer sogar um ganze 50 Prozent. Bereits in acht Jahren, im Jahr 2020, wird die Hälfte aller landwirtschaftlich genutzten Flächen in Regionen liegen, in denen die Anbaufläche künstlich bewässert werden muss.

Die Zukunftsfrage lautet deshalb: Wie lässt sich die Nahrungsmittelproduktion effizienter machen? Wie lässt sich die Produktionsmenge steigern und gleichzeitig der Wassereinsatz verringern? Genau diesen Themen hat sich im März dieses Jahres auch die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) beim Weltwassertag 2012 gewidmet. Die FAO will unter anderem ein stärkeres Bewusstsein dafür schaffen, wie viel Wasser die Produktion unseres täglichen Essens verbraucht.

Tausende Liter Wasser für die Produktion einer Mahlzeit
Während nach Angaben der FAO jeder Mensch pro Tag etwa zwei bis vier Liter Wasser trinkt, wird für die Produktion des durchschnittlichen täglichen Lebensmittebedarfs eines Menschen das Tausendfache gebraucht: bis zu 4000 Liter Wasser für die Bewässerung von Feldern, Plantagen und des Weidelands für Masttiere bis zu dem Tag, an dem die Nahrungsmittel tatsächlich auf unserem Teller landen.

Dabei gibt es durchaus Unterschiede zwischen verschiedenen Lebensmitteln: Die meisten Fleischsorten verbrauchen in ihrem Produktionszyklus mehr Wasser als Gemüse und Früchte. Die besten Wasserbilanzen haben Getreidesorten sowie Hülsenfrüchte.

EU-Parlament wird aktiv
Gerade in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern ließe sich der Wasserverbrauch durch eine effizientere und professionellere landwirtschaftliche Produktion deutlich reduzieren. Beispiel Turkmenistan. Der zentralasiatische Staat leitet enorme Mengen seiner oberirdischen Süßwasserreserven aus dem Fluss Amudarja über weitreichende Kanalsysteme ins Hinterland. Wegen der maroden Kanalsysteme kommt dabei gerade einmal die Hälfte des umgeleiteten Wassers tatsächlich auf den Feldern an.

Aber auch in entwickelten Ländern kann noch einiges getan werden, um den Wassereinsatz in der Landwirtschaft zu reduzieren. Das EU-Parlament hat Ende Mai einem Initiativbericht zugestimmt, der unter anderem effizientere und nachhaltigere Wassernutzung in der Landwirtschaft empfiehlt und dafür auf technische Innovation und bessere Anbaumethoden setzt. „Wasser muss effizient genutzt werden. Gerade in Gebieten mit Wasserknappheit müssen wir den Verbrauch insgesamt reduzieren“, meint dazu Richard Seeber, österreichischer EU-Parlamentarier, der den Bericht erarbeitet hat. In der Pflicht sieht Seeber dabei vor allem Wirtschaft und Landwirtschaft: „Es bringt nichts, den Privathaushalten, die ohnehin nur für etwa zehn Prozent des Gesamtverbrauchs verantwortlich sind, üppige Einsparungen vorzuschreiben.“

Studie der Universität Twente/Enschede zum Wassereinsatz bei der Produktion von tierischen Nahrungsmitteln
Studie der Universität Twente/Enschede zum Wassereinsatz bei der Produktion von Früchten, Getreide und Gemüse
Statistiken der Vereinten Nationen zum Thema Wasserverbrauch
 
 

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