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Südost-Asien: Lebensmittelverluste müssen bestimmt werden.

Südost-Asien: Lebensmittelverluste müssen bestimmt werden.

Das RSIS Centre for Non-Traditional Security (NTS) Studies hat in einem Blogartikel veröffentlicht, dass die Verschwendung von Lebensmitteln eines der wichtigsten, bis dato nicht hinreichend betrachteten Themen, in der Bemühung der globalen Ernährungsunsicherheit entgegen zu wirken sei. Politische Entscheidungsträger und Akteure aus der Lebensmittelindustrie seien sich gleichermaßen bewusst, dass die Auswirkungen der globalen Verschwendung auf die Bereiche Energie, Boden, Wasser und personelle Ressourcen von großer Bedeutung sind. Wie groß die Bedeutung jedoch wirklich ist, ist nicht klar, denn die zur Verfügung stehenden Datenmengen sind bescheiden.

Die Region Südost-Asien leidet unter einem Mangel an Daten und Informationen in Bezug auf die Gründe und das Ausmaß der Verschwendung von Nahrungsmitteln. Die Entwicklung einer präzisen Datenbasis ist daher von wesentlicher Bedeutung, um im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung aktiv zu werden.

Die Gründe für Lebensmittelverluste sind situationsspezifisch; doch es lassen zwei Trends verzeichnen. In Entwicklungsländern entstehen Lebensmittelverluste und –verschwendungen vorwiegend am Anfang der Nahrungsmittelwertschöpfungskette und können auf finanzielle, betriebliche und technische Einschränkungen bei Erntetechniken sowie Lager -und Kühlmöglichkeiten zurückgeführt werden. In Ländern mit mittleren und hohen Einkommen gehen Lebensmittel vorwiegend in späteren Phasen der Nahrungsmittelwertschöpfungskette verloren bzw. werden verschwendet. Abweichend von der Situation in den Entwicklungsländern, spielt das Verhalten der Verbraucher in den Industrieländern eine große Rolle. Zudem fehlt es an ausreichender Koordination zwischen den verschiedenen Akteuren innerhalb der Lieferkette. Die hier beschriebenen Situationen sind sehr gegensätzlich. Es fehlt an einer Beschreibung der verschiedenen Abstufungen, die sich z.B. auch in Südost-Asien wiederfinden lassen..

Nichtsdestotrotz identifizierte die FAO-Studie mehrere wichtige Ursachen. Während einige Lebensmittel- und Handelsunternehmen erste innovative Schritte eingeleitet haben, um verschwendete oder nicht verkaufte Lebensmittel wiederzuverwerten, dominiert in Südost-Asien die Haltung, dass die Entsorgung von Lebensmitteln günstiger ist als die Nutzung oder Wiederverwendung. Da in Südost-Asien ein stetiger Aufstieg großer Einzelhandelskonzerne auch außerhalb der großen städtischen Gebiete zu beobachten ist, wird das Problem immer bedeutsamer.

Die FAO-gestützte Initiative SAVE FOOD benennt Handlungsvorschläge durch die eine Reduzierung der Mengen an verschwendeten Lebensmitteln entlang der gesamten Wertschöpfungskette erzielt werden kann. Verbesserung der Produktionsplanung, Förderung ressourceneffizienter Produktion sowie öffentliche Aktionen zur Bildung und zum Aufbau von Partnerschaften und Allianzen zwischen öffentlichen und privaten Akteuren sind einige Beispiele. Mit der wachsenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln und dem intensivierten Wettbewerb um Land- und Wasserressourcen, steigt die Notwendigkeit Maßnahmen zu ergreifen, die der Verschwendung Einhalt gebieten. Allerdings bedarf es dafür zunächst der gezielten Untersuchung des Ausmaßes und der Gründe für die Entstehung von Lebensmittelverlusten in Südost-Asien.

(Quelle: RSIS Centre for Non-Traditional Security (NTS) Studies; Frau Sally Trethewie; http://tinyurl.com/cc9mcm8)

 
 

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