Vita – Arash Derambarsh

Aram Derambarsh

Mitglied im Stadtrat von Courbevoie, Frankreich

Arash Derambarsh sitzt im Stadtrat von Courbevoie in Frankreich. Er lancierte eine äußerst erfolgreiche Kampagne, bei der er französische Supermärkte daran hinderte, Lebensmittel wegzuwerfen und glaubt, dass nur der Gesetzgeber die bei Supermärkten anfallenden, großen Abfallmengen verhindern kann.

Fünf Fragen an Arash Derambarsh

1. Welcher Aspekt des Problems der Lebensmittelverschwendung hat für Sie die größte Relevanz?

Im Zusammenhang mit dem Problem der Lebensmittelverschwendung machen mir die wirtschaftlichen und sozialen Aspekte die größten Sorgen. Wie können wir es zulassen, dass vollkommen essbare Lebensmittel vor den Augen von Menschen verschwendet werden, die Hunger leiden?

2. Was ist Ihrer Meinung nach der beste Weg, in diesem Bereich Verbesserungen zu erreichen?

Ich glaube, dass ein Gesetz der beste Weg zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung ist, weil dadurch alle auf der gleichen Basis arbeiten und diejenigen bestraft werden, die dagegen verstoßen.

3. Sehen Sie schon eine positive Entwicklung in diesem Bereich?

Seit der Abstimmung über das Gesetz am 3. Februar 2016 wurden 5.000 Vereine und Verbände gegründet, um die nicht verkauften Lebensmittel von Supermärkten zu sammeln und zu verteilen. Mehr als 10 Millionen Essen wurden seit dieser Zeit an Bedürftige ausgegeben.

4. Welche Maßnahmen von Institutionen würden Sie in Zukunft gerne sehen?

Derzeit ist es mein Ziel, jedes Land in der Welt davon zu überzeugen, ein solches Gesetz zu verabschieden, wie wir es in Frankreich eingeführt haben. Italien, Finnland und Peru haben es beispielsweise bereits verabschiedet, der Kongo, die Türkei und Mexiko stehen kurz davor, und andere Länder müssen folgen!

5. Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach die Initiative SAVE FOOD bei der Bekämp-fung von Nahrungsmittelverlusten und Lebensmittelverschwendung?

Ich bin von der Arbeit von SAVE FOOD sehr beeindruckt, weil sie dieses Thema in unterschiedlicher Form wie beispielsweise durch Bildung und Erziehung und eine positive Einstellung angeht. Unser Ziel ist das gleiche, die Bekämpfung von Hunger hat die höchste Priorität.