Georgina Zivanovic

Product Development Manager, Food Security, bei Vestergaard Frandsen SA

Georgina Zivanovic

Georgina Zivanovic

Georgina Zivanovic verfügt über 10 Jahre praktische Arbeitserfahrung in Entwicklungsregionen wie Subsahara-Afrika und Südostasien. Zu ihren beruflichen Qualifikationen zählen Projektleitung und Good Clinical Practice, und sie ist ein Fellow bei der Royal Entomological Society.

Als Food Security Technical Expert und Portfolio Manager in der Abteilung Food Security der Firma Vestergaard mit Sitz in der Schweiz zeichnet sie für Produktenwicklung im Bereich Ernährungssicherheit verantwortlich. Im Rahmen dieser Rolle hat sie zwei erfolgreiche Produkteinführungen gemanagt.

Besonders fundiert sind ihre Fachkenntnisse im Bereich Forschung & Entwicklung; zu ihren Abschlüssen gehören ein BSc (hons) in Landwirtschaft/Tierwissenschaften von der Edinburgh University, ein MSc in Tierphysiologie von der Universität Wageningen und ein gemeinsam am Imperial College London und bei Rothamsted Research UK erworbener Doktortitel.

Über zum Wettbewerb ausgeschriebene Stipendien arbeitete sie in befristeten akademischen Positionen am Moredun Institute Edinburgh, dem International Livestock Research Institute Nairobi, der Universität Stellenbosch, der Universität Sydney und dem Department of Primary Industries NSW Australien.

Für ihre Arbeit im Rahmen eines vom DFID finanzierten postakademischen Projektes zur Reduzierung eingesetzter Insektizidmengen – basierend auf der neuartigen Idee der Stärkung der natürlichen pflanzlichen Abwehrkräfte bei gleichzeitiger Hemmung der metabolischen Enzyme in den Schädlingsinsekten – wurde ihr ein Patent erteilt.

1. Welcher Aspekt des Food Waste-Problems ist in Ihren Augen besonders wichtig?

Vestergaard beschäftigt sich mit Lebensmittelverlusten und damit auch mit Lebensmittel- und Ernährungssicherheit für die schutzbedürftigsten und gefährdetsten Menschen der Welt. Geschätzte 10 % bis 30 % der jährlichen Nahrungsmittelproduktion gehen in der Nachernteverarbeitung verloren.

Das hat Konsequenzen nicht nur für die Konsumenten aufgrund von entgangener Wirtschaftlichkeit, sondern letztlich auch für die globale Ernährungssicherheit. Mit diesem Ziel vor Augen hat Vestergaard ein neuartiges und innovatives Hilfsmittel entwickelt: Einen Polypropylen-Sack mit integriertem Insektizid dessen Design die Handelsgüter (Getreide und Saatgut) während der Lagerung gegen Zerstörung durch Schädlingsbefall schützt.
            
 
2. Was ist Ihrer Meinung nach der beste Weg, um speziell in diesem Bereich Verbesserungen herbeizuführen?

Man muss den Kleinbauern, insbesondere Frauen, zu mehr Autonomie und Selbstbestimmung verhelfen. Dazu gehören Empowerment-Maßnahmen wie z. B. der Wissensaufbau, kostengünstige umweltfreundliche Instrumente zur Verringerung von Verlusten, eine Steigerung der nachhaltigen Produktion und ein Wandel hin zu politischen Rahmenbedingungen, die gerechtere Handelsprinzipen und Anreizsysteme möglich machen.
    
 
3. Wie sehen Sie die Rolle der Initiative SAVE FOOD beim Kampf gegen Lebensmittelverlust und -verschwendung?

Die Initiative SAVE FOOD ist ein Treffpunkt für alle Sektoren, die das gemeinsame Ziel der Reduzierung von Lebensmittelverlusten und -verschwendung aktiv verfolgen.