Vita – Tei Mukunya

Tei Mukunya, Geschäftsführerin von Azuri Health
Geschäftsführerin von Azuri Health
Seit 2010 ist Tei Mukunya Geschäftsführerin von Azuri Health. Das Unternehmen startete als Entwicklungsprojekt, in dem Frau Mukunya eine Beratungstätigkeit für Mangobauern in Kenia annahm. Geschockt von den hohen Verlusten bei der Mangoernte beschloss Frau Mukunya, ein eigenes Unternehmen zu gründen, um Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen.

Nur zehn Jahre später ist aus dem kleinen Betrieb im Hinterhof ein expandierendes Unternehmen mit einem prognostizierten Wachstum von 500 % geworden. Vor Azuri Health arbeitete sie als Direktorin bei Touchstone-Beratungen. Dort befasste sie sich mit Verpackung, der Formulierung von Standards, Markteinführungen, Vertrieb und Marketing. Darüber hinaus beriet und schulte sie Landwirte und landwirtschaftliche Gruppen für das Landwirtschaftsministerium, KARI, SNV, CDTF und die frühere GTZ.

Fünf Fragen an Tei Mukunya

1. Welcher Aspekt des Problems der Lebensmittelverschwendung hat für Sie die größte Relevanz?

Ich bin besorgt wegen der Verschwendung von frischem Obst und Gemüse auf den Höfen, in den Regionen in Kenia, wenn dort ein Überangebot/die Hochsaison herrscht.

2. Was ist Ihrer Meinung nach der beste Weg, in diesem Bereich Verbesserungen zu erreichen?

Die beste Möglichkeit besteht darin, die Überschüsse zu Erzeugnissen zu verarbeiten, die eine längere Haltbarkeit haben und trotzdem für die Ernährung wertvoll sind. Die Landwirte brauchen Zugang zu diesen Prozessen, sodass sie für ihre Erzeugnisse Einkünfte bekommen und die Erzeugung von Obst und Gemüse nicht einstellen.

3. Sehen Sie schon eine positive Entwicklung in diesem Bereich?

Wir bei Azuri haben ein Trocknungsverfahren entwickelt, mit dem wir in der Hochsaison Obst und Gemüse weiterverarbeiten können. Wir bieten die Trockenfrüchte und Blumen in den Supermärkten unter unserer Marke an und können den Landwirten für ihre Erzeugnisse gleichbleibende Preise zahlen. Wir bauen in diesen Bereichen Trockenzentren mit hohen Erzeugungsmengen auf; das zweite ist bereits fertig und in Betrieb.

4. Welche Maßnahmen von Institutionen würden Sie in Zukunft gerne sehen?

Ich würde gerne viel Unterstützung bei der Aufklärung der Verbraucher über nährstoffreiche Lebensmittel und insbesondere die Erzeugnisse sehen, die wir verarbeiten, sodass der Absatz steigen kann und wir größere Mengen dieser Erzeugnisse verarbeiten können.

5. Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach die Initiative SAVE FOOD bei der Bekämpfung von Nahrungsmittelverlusten und Lebensmittelverschwendung?

Die Initiative Save Food hat mit Azuri gearbeitet, um das zweite verbesserte und auf internationalem Standard arbeitende Verarbeitungszentrum aufzubauen und sie hat einen Beitrag zum internationalen Design der Verpackung für Trocken-Mangos geleistet, steht an der Spitze dieser Initiative in Kenia, und die Einrichtung weiterer Zentren zusammen mit Save Food würde diesen Prozess institutionalisieren.